Peter Eberhard - Ihr Bürgermeister der Ortsgemeinde Dudenhofen
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News-Ticker

Geschichte der Orte
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Im September 1971 wurde die Verbandsgemeinde Dudenhofen auf freiwilliger Basis im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungs- und Funktionalreform neu gebildet. Sie besteht aus drei Ortsgemeinden - Dudenhofen, Hanhofen und Harthausen - und liegt westlich von Speyer in der Vorderpfalz, jenem Teil der Oberrheinischen Tiefebene, der, wie Ludwig XIV. ihn sah, einem "schönen Garten" (quel beau jardin!) glich. Das Gebiet der Verbandsgemeinde umfaßt 2712 ha mit insgesamt 12000 Einwohnern. Vom Verwaltungssitz in der Ortsgemeinde Dudenhofen sind es nur fünf Kilometer bis zum Rhein und zwanzig bis zum Industriegebiet Ludwigshafen, Mannheim; gleich nahe liegt die Haardt, das Randgebirge des Pfälzer Waldes. Verständlich daher, dass die Verbandsgemeinde ein bevorzugtes Wohngebiet im Umfeld der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar und Karlsruhe ist. Die Gemeinden gehören zum Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis und sind über die neue Autobahn Krefeld-Ludwigshafen sehr schnell zu erreichen. Alle drei Gemeinden grenzen direkt an den hier beginnenden Pfälzer Wald. Die Spargelgemeinden Dudenhofen und Hanhofen liegen an der Bundesstraße 39, die vorderpfälzische Tabakmetropole Harthausen an der Landstraße 537.

Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinden Dudenhofen, Hanhofen und Harthausen geht zurück bis auf das 8. Jahrhundert v. Chr. Aus dieser Zeit wurden Grabfunde aus der Hallstatt-Zeit, aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. aus der La-Téne-Zeit gemacht. Außerdem weisen römische Gräber und römische Straßen schon auf eine sehr frühe Besiedlung gerade im Raume Harthausen hin. Dudenhofen wird als Tutenhoven im Jahre 1156 erstmals urkundlich erwähnt: man vermutet aber eine erste Ansiedlung schon um 300 v. Chr. Tatsächlich hat man Funde aus der Römer- und aus der Frankenzeit geborgen, die auf eine Wohnsiedlung hinweisen. Dudenhofen und Hanhofen feiern im Jahr 2006 ihr 850-jähriges Bestehen.

Die Verbandsgemeindeverwaltung in Dudenhofen erledigt sämtliche Verwaltungs- und auch Hoheitsaufgaben für den Bereich der Verbandsgemeinde Dudenhofen. Das erste Bürgerbüro in Rheinland-Pfalz wurde 1994 in der Verbandsgemeinde Dudenhofen eröffnet. Dieser Bürgerservice konnte im November 2004 mit der Einrichtung der ersten Außenstelle der Kraftfahrzeugzulassung des Rhein-Pfalz-Kreisesfür den südlichen Landkreisfür unsere Bürgerinnen und Bürger nochmals entscheidend verbessert werden.


Im Zuge der Städtebauförderung wurde der Ortsmittelpunkt von Dudenhofen aufgrund eines Architektenwettbewerbs neu gestaltet. Als erstes wurde das Rathaus mit einem Satteldach versehen und umgestaltet. In unmittelbarem Zusammenhang wurde durch die Ortsgemeinde Dudenhofen ein Bürgerhaus mit Sitzungssaal der Verbandsgemeinde errichtet, der Rathausplatz neu gestaltet und die Bebauung im Ortsmittelpunkt umfassend saniert. In allen Ortsgemeinden wurden im übrigen Dorferneuerungsmaßnahmen durchgeführt, die insgesamt sehr gut gelungen sind und damit die Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde noch attraktiver machen.

Mit dem "Bildhauersymposium" vom 30. August bis 19. September 1992 war der Versuch verbunden, die Tradition der Feldzeichen, Wegekreuze und Flurdenkmale, die in der Vergangenheit die Gemarkung ländlicher Gemeinden prägten, zu beleben. Auf einem viel begangenen Weg zwischen Dudenhofen und der Nachbargemeinde Hanhofen, - dem Wirtschaftsweg zum Falkenhof wurden neun Buntsandsteine zum Flurzeichen im Sinne des Leitgedanken in der Sorge vergebens zu laufen" bearbeitet. Dadurch hat die Gemeinde einen weiteren Anziehungspunkt für die Bevölkerung geschaffen, der rege angenommen wird. In Dudenhofen wurde ein Waldlehr- und Vogelschutzpfad im Bereich des Wasserwerkes ausgebaut.



Dudenhofener Sturzbecher

„Man könne sich glücklich schätzen, wenn man die Folgen eines fränkischen Gelages überlebe“, so berichtete der römische Dichter Venatius Fortunatus in Anspielung auf die Trinkfreudigkeit der Franken, welche zwischen 450 und 700 n. Chr. auch die Pfalz bevölkerten.

Einen archäologischen Nachweis für die ausgelassene Zecherei dieses germanischen Stammesverbandes stellt ein besonderes Trinkgefäß aus Glas dar: Der sog. Sturzbecher (oder Glockenbecher) konnte aufgrund einer sehr kleinen oder gar nicht vorhandenen Standfläche nur in geleertem Zustand und umgestürzt wieder abgestellt werden. Aus diesem Grund musste man ihn schnellstmöglich leeren und war nicht selten in kürzester Zeit „sturzbetrunken“.

Auch eine vornehme fränkische Dame aus Dudenhofen erhielt vor mehr als 1300 Jahren ein solches Gefäß als Grabbeigabe. Ob man daraus schließen darf, dass sie selbst an den Trinkgelagen teilnahm oder sich mit dem teuren Luxusgegenstand nur als Mitglied der Oberschicht ausweisen wollte, sei dahingestellt.


Im Jahre 1980 feierte Harthausen sein 750-jähriges Bestehen. Bis heute konnte sich die durch ihren Tabakanbau berühmt gewordene Gemeinde ihren dörflich-ländlichen Charakter bewahren. Von besonders historischer Bedeutung war der Besuch des damaligen bayerischen Prinzen Luitpold im Jahre 1849. Auf seiner Reise durch die Pfalz besuchte er die immer königstreu gebliebene Gemeinde und schenkte ihr als Anerkennung für ihre Treue zum König einen Tabakschuppen zum Dörren der geernteten Tabakblätter. Bis vor wenigen Jahren hängten die Tabakbauern Harthausens dort noch ihren Tabak auf.

Der "königlich-bayerische" mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Schuppen wurde mit Unterstützung des Landes, des Denkmalschutzes und des Landkreises restauriert und zu einer kulturellen Begegnungsstätte umgebaut.

 

Die größte historische Vergangenheit hat sicherlich Hanhofen. 1475 war Hanhofen Sitz eines Unteramtes des Hofstifts Speyer und von 1554 bis 1716 selbständiges Oberamt, zu dem neben anderen Orten Dudenhofen und Harthausen gehörten. Unter Raban von Heimstädt wurde um 1400 in Hanhofen eine Wasserburg gebaut, die Burg Marientraut. Durch sie konnte der Bischof von Hanhofen aus den Speyerbach umleiten, so daß die Mühlen der Stadt Speyer ohne Wasser stillstanden. Von Hanhofen aus führte der Bischof seinen Streit mit der freien Reichsstadt. 1467 bis 1471 ließ Bischof Mathias Ramung die Wasserburg Marientraut ausbauen und vergrößern. Erst zur Zeit Napoleons nach der französischen Revolution wurde die Burg zerstört.

Bis ins 18. Jahrhundert war Hanhofen Sitz des Ganerbengerichts. An jedem Donnerstag vor dem Martinstag fand in der Gemeinde der Gerichtstag der Waldgenossenschaft, der Ganerb statt. Die dem einstigen Schloß gegenüberstehende alte Schloßmühle ist noch heute in Betrieb. Sie mahlt schon seit Jahrhunderten das Getreide für die Menschen aus Hanhofen und Umgebung. Eine historische Sehenswürdigkeit ist die bereits barocke St. Martinskirche, deren Inneres von Hanhofens großer Vergangenheit heute noch Zeugnis gibt.

Quelle: www.dudenhofen.de

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